Verfahren wegen Brandserie in Oggersheim abgeschlossen

Zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und 10 Monaten verurteilte das Schöffengericht des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein am Donnerstag einen 40-jährigen Ludwigshafener im Zusammenhang mit einer Brandserie im Stadtteil Oggersheim in den Jahren 2020 und 2021.

Die Vollstreckung der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Zusätzlich muss der Mann eine Geldbuße in Höhe von 1200 Euro leisten und sich mehreren Drogenscreenings unterziehen.

Die Verurteilung erfolgte letztlich wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung in acht Fällen, davon in einem Fall versucht, sowie wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die ihm von der Anklage nur noch zur Last gelegten Fälle des in Brand Setzens von öffentlich aufgestellten Kunststoffabfallbehältern hat der Angeklagte vollumfänglich eingeräumt. Weitere Einzelfälle der Brandserie im Stadtteil Oggersheim, insbesondere der Brand zweier Müllcontainer am 05.03.2021, bei dem die Fassade eines Mehrfamilienhauses beschädigt wurde, konnten ihm als Täter nicht zugeordnet werden und waren daher nicht Gegenstand der Anklage. Wegen im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen bei ihm aufgefundener Betäubungsmittel war der Tatnachweis des von der Staatsanwaltschaft angeklagten Handeltreibens nicht zu führen, der ebenfalls strafbare Besitz wurde von dem Angeklagten eingeräumt.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.