Anklage nach Brand im Supermarkt

Am 14.10.2017 brannte ein Supermarkt im Bereich Pfingstweide komplett aus. Der dabei entstandene Sachschaden beläuft sich auf 1,5 bis zwei Millionen Euro.

Nach Abschluss der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Anklage gegen einen 22 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Kusel erhoben. Ihm wird vorgeworfen, absichtlich Mülltüten in einem Müllcontainer angezündet zu haben, der auf der Rückseite des Supermarktes stand. In rechtlicher Hinsicht wird ihm Sachbeschädigung am Müllcontainer und fahrlässige Brandstiftung am Gebäude des Supermarktes vorgeworfen, da er mit einem Übergreifen des Feuers auf das Gebäude hätte rechnen müssen. Der 22-Jährige alarmierte selbst die Polizei, als das Feuer außer Kontrolle geriet und eigene Löschversuche gescheitert waren. Er räumte die Brandlegung am Müllcontainer ein und gab als Motiv Wut und Frust nach einer vorangegangenen Auseinandersetzung am Bahnhof in Lauterecken an – also ein Motiv, das in keinem Zusammenhang mit dem Supermarkt steht.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft befasst sich auch mit dieser vorangegangenen Auseinandersetzung am selben Abend am Bahnhof Lauterecken. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen stieß der 22-Jährige dort einen 30-jährigen Mann aus dem Landkreis Kusel ins Gleisbett, wodurch dieser einen Bruch des Handgelenks sowie Prellungen erlitt. Gegen den 22-Jährigen wird deshalb auch der Vorwurf der Körperverletzung erhoben.  

Das Amtsgericht Kusel hat das Hauptverfahren eröffnet. Ein Termin für die Hauptverhandlung ist hier noch nicht bekannt.