| Landgericht Landau in der Pfalz

Terminvorschau Juli 2026

Neu beginnende Verfahren vor den Großen Strafkammern im Juli 2026

1.
Donnerstag, 02. Juli 2026, 09:00 Uhr, Sitzungssaal 309, Az. 1 KLs 7100 Js 5890/24, 1. Große Strafkammer

Tatvorwurf: Schwerer räuberischer Diebstahl, gefährliche Körperverletzung
Verteidigerin: Rechtsanwältin Dr. Lütz-Binder, Landau in der Pfalz 
Tatzeitpunkt: Oktober 2023
Tatort: Landau in der Pfalz

Der Angeklagten wird vorgeworfen, während der in Landau in der Pfalz stattfindenden „Münzwoche“ gemeinsam mit zwei bislang unbekannten Mittätern an mehreren Verkaufsständen drei Sammlermünzen sowie einen Goldbarren entwendet zu haben.
Nach den Ermittlungen soll die Angeklagte nach der Tat von Zeugen verfolgt und schließlich gestellt worden sein. Um im Besitz der entwendeten Gegenstände zu bleiben und ihre Flucht fortsetzen zu können, soll sie einen der Verfolger mit einem Cuttermesser angegriffen und hierbei an der linken Hand verletzt haben.
Der entstandene Gesamtschaden wird auf rund 3.000 Euro beziffert.

2.
Donnerstag, 02. Juli 2026, 09:00 Uhr, Sitzungssaal 309, Az. 3 KLs 7176 Js 914/24, 3. Große Strafkammer

Tatvorwurf:  Erwerb von Betäubungsmitteln, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Betrug, Diebstahl, Sachbeschädigung
Verteidiger: Rechtsanwalt Schmitz, Homburg
Tatzeitpunkt: November 2022 bis August 2024
Tatort: Lustadt, Lingenfeld, Germersheim, Rülzheim, Calw und anderenorts 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem mehrfach vorbestraften Angeklagten unter anderem vor, in zehn Fällen Kraftfahrzeuge geführt zu haben, obwohl er nicht im Besitz der hierfür erforderlichen Fahrerlaubnis gewesen sei. Die Fahrten sollen teilweise im Zustand betäubungsmittelbedingter Fahruntüchtigkeit, teilweise unter Verwendung nicht zugelassener amtlicher Kennzeichen sowie teilweise mit zuvor entwendeten Fahrzeugen erfolgt sein.
Darüber hinaus werden dem Angeklagten der Erwerb von Kokain in elf Fällen, der Diebstahl von Treibstoff, der Diebstahl von Baumaschinen und Fahrrädern – teilweise nach vorherigem Einbruch – sowie Betrugstaten im Zusammenhang mit der Nutzung fremder Bankkonten zur Last gelegt.

Der Angeklagte befindet sich in Haft.

Vorgesehener Fortsetzungstermin: 06.07.2026, 9 Uhr

3.
Mittwoch, 08. Juli 2026, 9:00 Uhr, Sitzungssaal 309, 1 KLs 7020 Js 4419/25, 1. Große Strafkammer

Tatvorwurf: Schwere Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung, Diebstahl, Nötigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Bedrohung, Beleidigung
Verteidiger: Rechtsanwalt Decker, Kaiserslautern und Rechtsanwalt Droste, Bad Bergzabern 
Tatzeitpunkt: Mai 2024 bis Juni 2025
Tatort: Kandel, Landau in der Pfalz, Germersheim, Bad Bergzabern

Die Staatsanwaltschaft legt dem Beschuldigten unter anderem zur Last, im Februar 2025 in seiner Wohnung einen Teppich angezündet zu haben, um das Gebäude, in dem sich die Wohnung befindet und das im Eigentum der Stadt Kandel steht, in Brand zu setzen. Nach den Ermittlungen soll er hierbei in suizidaler Absicht gehandelt haben. Das Feuer konnte gelöscht werden, bevor es sich auf weitere Gebäudeteile ausbreitete.

Der Beschuldigte ist derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. 
Die Antragsschriften gehen davon aus, dass der Beschuldigte aufgrund einer paranoid-halluzinatorischen Psychose zu den Tatzeiten nicht in der Lage war, das Unrecht der jeweiligen Tat einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln.

Vorgesehene Fortsetzungstermine: 14.07.2026, 22.07.2026 und 23.07.2026, jeweils 9 Uhr

4.
Donnerstag, 09. Juli 2026, 09:00 Uhr, Sitzungssaal 309, Az. 1 KLs 7020 Js 13506/25, 1. Große Strafkammer

Tatvorwurf:  Raub, räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Urkundenfälschung, Verstöße gegen das BtMG und das AMG
Verteidiger: Rechtsanwalt Ringelsbacher, Landau in der Pfalz 
Tatzeitpunkt: Juni bis Oktober 2025
Tatort: Landau in der Pfalz

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, einen Mann, der kurz zuvor bei einer Bank in Landau in der Pfalz 400 Euro abgehoben hatte, unter Androhung von Schlägen zur Herausgabe des Geldbetrages gezwungen zu haben. Zur Durchsetzung seiner Forderung soll er dem Geschädigten unter anderem mit einem Schlüssel in den linken Oberarm gestochen haben.
Darüber hinaus soll der Angeklagte gemeinsam mit einem bislang unbekannten Mittäter einen Mann in dessen Wohnung zur Herausgabe von 90 Euro veranlasst haben. Hierzu sollen die Täter auf den Geschädigten eingeschlagen und mit der Rückseite eines Klappmessers über dessen Gesicht gestrichen haben.
Ferner wird dem Angeklagten vorgeworfen, unter Verwendung eines gefälschten ärztlichen Rezepts versucht zu haben, in einer Apotheke das verschreibungspflichtige Medikament Alprazolam zu erlangen.
Anlässlich einer in diesem Zusammenhang durchgeführten Wohnungsdurchsuchung sollen beim Angeklagten größere Mengen von Betäubungsmitteln, darunter Amphetamin, verschreibungspflichtige Medikamente sowie mehrere Messer aufgefunden worden sein. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft beabsichtigte der Angeklagte, die sichergestellten Betäubungsmittel und Medikamente gewinnbringend weiterzuveräußern.
Darüber hinaus ist dem Angeklagten unerlaubtes Handeltreiben mit Kokain zur Last gelegt.

Der Angelklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

Vorgesehener Fortsetzungstermin: 15.07.2026, 9 Uhr.

5.
Montag 13.07.2026, 09:00 Uhr, Sitzungssaal 309, Az. 3 KLs 7020 Js 312/26

Tatvorwurf: Bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge
Verteidiger: Rechtsanwalt Radtke, Neustadt an der Weinstraße
Tatzeitpunkt: Februar 2026
Tatort: Wörth am Rhein

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, insbesondere mit Amphetamin und Ecstasy in nicht geringer Menge gewerbsmäßig Handel getrieben zu haben. Nach der Anklage soll es dabei unter anderem um mehr als ein Kilogramm Amphetamin, über 400 Ecstasy-Tabletten sowie psilocybinhaltige Pilze, MDMA, 3-MMC und Ketamin gegangen sein.
Zur Absicherung der Betäubungsmittelgeschäfte soll die Angeklagte mehrere Messer griffbereit vorgehalten haben.

Die Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

Vorgesehene Fortsetzungstermine: 15.07.2026 und 16.07.2026, jeweils 9 Uhr.

6.
Freitag 17.07.2026, 09:00 Uhr, Sitzungssaal 309, Az. 3 KLs 7010 Js 8107/25

Tatvorwurf: Vergewaltigung, schwerer Raub, Erpressung
Verteidiger: Rechtsanwalt Döger, Wiesbaden
Tatzeitpunkt: Juli 2025
Tatort: Gossersweiler-Stein

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, mit der als Escort tätigen Geschädigten gegen deren Willen ungeschützten Geschlechtsverkehr vollzogen zu haben.
Darüber hinaus soll er die Geschädigte durch Drohungen dazu veranlasst haben, das zuvor für ihre Dienstleistungen gezahlte Entgelt wieder herauszugeben.
Ferner legt die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten zur Last, gemeinsam mit einem bislang unbekannten Mittäter unter Anwendung von Gewalt weiteres Bargeld von der Geschädigten erlangt zu haben.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

Vorgesehene Fortsetzungstermine: 27.07.2026, 9 Uhr, 28.07.2026, 9 Uhr, 30.07.2026, 10 Uhr, 10.08.2026, 9 Uhr, 11.08.2026, 9 Uhr und 20.08.2026, 9 Uhr

7.
Freitag, 31. Juli 2026, 09:00 Uhr, Sitzungssaal 309, Az. 3 KLs 7010 Js 11268/25, 3. Große Strafkammer

Tatvorwurf: Schwere räuberische Erpressung
Verteidiger: Rechtsanwalt Ringelsbacher, Landau in der Pfalz 
Tatzeitpunkt: März bis August 2025
Tatort: Annweiler am Trifels

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, sich in zwei Fällen durch Überfälle auf Filialen einer in Annweiler am Trifels ansässigen Bäckerei die jeweiligen Tageseinnahmen verschafft zu haben.
Nach der Anklage soll der Angeklagte die dort beschäftigten Mitarbeiter jeweils unter Vorhalt einer echt wirkenden Spielzeugpistole zur Herausgabe der Kasseneinnahmen veranlasst haben. Der hierdurch entstandene Gesamtschaden wird mit rund 780 Euro beziffert.
Darüber hinaus soll der Angeklagte versucht haben, auf vergleichbare Weise die Einnahmen einer Tankstelle zu erlangen.

Vorgesehener Fortsetzungstermin: 03.08.2026, 9 Uhr.

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